Beim Stöbern durch die Kobinet-Nachrichten stieß ich im Oktober 2005 auf einen Artikel, in dem über ein Interview von Jens Bertrams auf Milina-Radio, einem Internetradio von Menschen mit Behinderungen, berichtet wurde. Zu meiner Freude kannte meine von Apple kreierte eierlegende Wollmilchsau in Sachen Musikabspielen, also das iTunes-Programm, die Wiedergabe von Internetradios bereits. Und so wurde der Artikel der Kobinet-Nachrichten zum Startschuss für meine Reise in die Welt der Internetradios.
Nachdem ich enthusiastisch verschiedene Adressen ausprobiert hatte, stellte ich bald ernüchtert fest, dass es nur wenige Sender im Internet gibt, die neben einem nicht enden wollenden Strom von Musik redaktionelle Beiträge bringen. Und nur sehr wenige, die auch Fragen zu körperlichen oder Sinnes-Behinderungen thematisieren.
In dieser Hinsicht war Milina-Radio einzigartig. Die Zukunft von Milina-Radio ist ungewiss, zurzeit wird nicht gesendet.
Dafür gibt es seit Januar einen neuen deutschsprachigen Sender, der auf geniale Weise allgemeine aktuelle Themen und politische Beiträge rund um das gesellschaftliche Phänomen "Behinderung" mit gut gemachten Musikbeiträgen und spezialisierte Musiksendungen kombiniert. Es ist dies der Ohrfunk.
Ja, Ohrfunk könnte zu einem neuen aufgeklärten Lifestyle werden. Und ich gestehe: Ich bin Ohrfunk und seinem ModeratorInnen-Team bereits verfallen!