Schreibblockaden lösen

By Fabian Schwarz

Ich bin blockiert, und zwar schreibblockiert. Und dies schon seit Wochen. Aber jetzt wird es Zeit, diese Blockaden zu lösen. Dies hat nichts mit dem gerade an der Ostsee tobenden G8-Gipfel zu tun. Obwohl auch hier einige Blockaden eine Rolle spielen. Aber ich will ja nicht durch ein möglichst häufiges Erwähnen des Stichwortes „G8“ meine Seitenaufrufe nach vorne katapultieren. Dies wäre ja fast schon ein Blog-Doping, und das würde dann wieder an die Doping-Geständnissse einiger Rad-Profis erinnern. Womit ein anderes leser-heischendes Stichwort gefallen wäre …

Nein, hier soll es nicht um das Aufbessern irgendwelcher Blog-Statistiken gehen, sondern darum, wie ich wieder in einen Schreibfluss gelangen kann. Deshalb stelle ich hier einfach mal knapp zwei Themen vor, die mir gerade einfallen.

Zum einen die immer noch geltende Maxime in unserer Gesellschaft: „Behinderte sind stets per Du anzusprechen“. Ich stand neulich im Supermarkt vor einem Kühlregal. Eine Ware, die mich interessierte, war Lichtjahre entfernt von dem Greif-Radius meiner Hände. Neben mir standen eine junge Frau und ihr männlicher Begleiter. Die Arme der beiden schienen OK und in der Lage zu sein, in ungeahnte Welten vorstoßen zu können. Ich fragte die beiden also: „Könnten Sie mir bitte den Artikel XY aus dem Regal reichen?“ Er antwortet: „Klar, gern! Aber was genau willst Du haben?“

Zum anderen muss ich auf meine Behauptung vom April 2006 eingehen, dass der Screenreader „VoiceOver“ des Mac-Betriebssystems noch nicht einmal mit seiner eierlegenden Wollmilchsaus „iTunes“ reden mag. Zur Erinnerung: ein Screenreader ist ein Programm, dass blinden Menschen die Inhalte auf dem Bildschirm eines Computers vorliest. Nun, inzwischen redet „VoiceOver“ auf einem Mac auch mit „iTunes“.

So, das war es für heute. Die Schreibblockaden haben, so glaube ich, wieder die Oberhand erlangt. Aber mal sehen, für wie lange …

4 Antworten zu „Schreibblockaden lösen“

  1. Kirsten sagt:

    „Blog-Doping’, das gefällt mir. Ich bin aber trotzdem nicht über irgendwelche Reizwörter hier gelandet. ;-)
    Auf dass deine Schreibblockade bald überwunden ist – meine zeitweilige ist es jedenfalls; deswegen, und nur deswegen bin ich auch zu solch unmenschlichen Zeiten in den Weiten des Netzes unterwegs.
    Gute Nacht!

  2. Vera sagt:

    hm, das mit dem „Du“ sagen, kenne ich nur zu gut. Wie oft muss ich selbst Leuten die viel mit Menschen mit Behinderungen zu tuen haben, sagen das man sie sitzen sollte. Aber tröste dich, ich glaube das werden immer weniger.
    Auch ich hoffe deine Schreibblockade hat bald ein Ende, denn ich lese sehr gerne deinen Blog.

  3. Mikkel Sarbo sagt:

    Hallo Fabian

    Bitte schreib mir mal – ich komme in etwa 14 Tagen nach Berlin – und es würde mir unheimlich freien dich zu sehen. Es ist ja eine weile her:-)

    s(at)rbo.dk oder +45 4055 6666

    viele grüsse

    Mikkel

  4. Friedo Stucke sagt:

    Hallo Fabian, oh da fällt mir ein dass wir uns gar nicht kennen und ich Duze dich schon. Nun im Blog darf man das aber doch, oder? Also zu Deiner Schreibblockade, die nun ja wohl hoffentlich vorbei ist, könnte ich Dir anbieten ein Seminar bei mir zu besuchen. Da gibt es Techniken zu lernen wie man über Schreibblockaden hinweg kommt. Wenn Du willst kannst Du ja mal auf meiner Seite stöbern. Ansonsten wünsche ich Dir einen lockeren Schreibfluss.

    Viele Grüße Friedo Stucke

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