Archive for April 2006

Barrierefreiheit im Berliner Regierungsviertel entgleisst

April 28, 2006

Gestern musste ich die Frontscheibe meines Autos austauschen lassen, weil die Scheibe durch einen Steinschlag zu stark lediert war. Für die Reparatur waren bei der Anmeldung in der Werkstatt fünf Stunden veranschlagt worden. Da die Werkstatt ganz in der Nähe des neuen Regierungsviertels liegt, hatte ich mir vorgenommen, die Wartezeit nicht ungenutzt zu lassen, und mich dort einmal ausführlicher umzuschauen.

Schließlich sehe ich mich in diesen Jahren regelmäßig auf der sich ständig wandelnden Baustelle Berlin um, damit ich nicht in die Situation komme, dass mir der Besuch von außerhalb von Gebäuden oder Parks vorschwärmt, die ich selbst noch nicht zu Gesicht bekommen habe. Ein fast unerträglicher Moment für mich, denn als echte Berliner Pflanze habe ich doch den Anspruch, über meine Stadt Bescheid zu wissen!

Also zog ich los: durch den Tiergarten zum Bundestag, dort hinauf aufs Dach und weiter aufwärts in der Glaskuppel, die das Gebäude krönt. Anschließend entlang am Spreeufer, vorbei am Paul-Löbe-Haus mit Aussicht auf den neu entstehenden Hauptbahnhof. Das Spreeufer verlassenend weiter entlang an der endlos scheinenden Längsseite des Kanzleramtes oder besser: Kanzlerinnenamtes. Danach hinüber zur "Schwangeren Auster", unserem Haus der Kulturen der Welt, und zurück zur Autowerkstatt durch den Tiergarten.

Bei meinem Rundgang fiel mir an mehreren Stellen schmerzhaft auf, dass die Bedürfnisse behinderter Menschen in den neuen Parkanlagen um die Spree und an den neu entstandenen Straßen um den Hauptbahnhof und um das Kanzlerinnenamt kaum oder gar nicht berücksichtigt wurden. Und ich brauchte nicht viel Fantasie, um mir vorzustellen, dass so ein Rundgang, wie ich ihn machte, für manchen Menschen mit Handicap gar zum buchstäblichen Reinfall werden kann, nämlich zum Fall in die Spree.

Zunächst für Rollstuhlfahrer mit Handrollstühlen. Es gibt mehrere rampenartige Verbindungswege von dem höher gelegenen Areal mit den Regierungsbauten hinunter zur Promenade an der Spree. Hier fehlen Absätze mit waagerechter Strecke, damit man bei der Abfahrt immer wieder ausrollen kann und nicht mehr und mehr Fahrt aufnimmt, um schließlich spektakulär für die umstehenden Passanten in hohem Bogen in die Spree zu rauschen.

Aber auch nichtsehende Menschen könnten an der Spreepromenade einen Reinfall im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Ganz besonders vorm Paul-Löbe-Haus. Dort gibt es einen ominösen Streifen geriffelter Platten, der nur der Zierde dienen soll, blinden Nutzern eines Langstocks aber einfach signalisieren muss, dass hier ein Leitsystem ist. Mit vielleicht fatalen Folgen: Zunächst schrammt der vermeintliche Leitstreifen am mehreren Baumscheiben entlang, um dann je an einem Vorsprung an der Uferwand zur Spree zu enden. Natürlich ohne Vorwarnung. Mit entsprechend beherztem Tempo landet ein blinder Mensch ebenfalls in der Spree, vielleicht genau neben einem planschenden und nach Luft schnappenden Rollstuhlfahrer.

Sicher gehören dieser Streifen vorm Paul-Löbe-Haus und die Beschleunigungsrampen zu den prekärsten Stellen im Regierungsviertel. Aber für blinde Menschen gibt es auch auf den neuen Straßen böse Überraschungen. Natürlich sind hier alle Fußgängerampeln mit akkustischen Signalen ausgestattet. Um in den Genuss des Freigabesignals zu kommen, wenn die Ampel für Fußgänger auf Grün geschaltet hat, muss jedoch ein Knopf gedrückt werden. Oft genug befindet sich dieses Knöpfchen nun in einer Höhe, in der selbst ich mich als wirklich kleiner Rollstuhlnutzer nach unten bücken muss. Darauf muss der blinde Fußgänger dann erst einmal kommen.

Ja, und dann ist da genau vorm Kanzlerinnenamt diese Ampel, die schon nach so kurzer Zeit wieder auf Rot schaltet, dass das Freigabesignal bestimmt keine Orientierung bei der Überquerung bieten kann, weil es einfach zu schnell verhallt.

Insgesamt muss ich deshalb feststellen, dass ausgerechnet dort, wo eigentlich die Weichen für mehr Barrierefreiheit gestellt werden sollten, der Zug zur barrierefreien Gestaltung von Straßen und Plätzen an mehreren Stellen fürchterlich entgleisst.

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InFo e.V. – emanzipatorische Beratungsarbeit in Berlin

April 24, 2006

Ich habe eine neue sinnvolle Ergänzung meiner Tagesgeschäfte. Seit fast zwei Monaten mache ich die Verwaltung für einen kleinen, aber feinen Bildungsträger in Berlin, dem "Institut für Fortbildung und Beratung e.V." kurz: InFo e.V.

InFo e.V. ist ein Zusammenschluss von 12 körperbehinderten, sinnesbehinderten und nichtbehinderten Beraterinnen und Beratern, die sich in ihren jeweiligen Professionen wie Pädagogik, Pflegewissenschaften, Supervision, Psychologie und Juristerei auf den Weg gemacht haben, die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen an allen Lebensbereichen zu fördern. Um dies zu erreichen, verfolgt der 1999 gegründete Verein im wesentlichen zwei Ziele: zum einen die Lebenssituation behinderter Menschen zu verbessern, zum anderen nichtbehinderte Menschen für die Belange behinderter Menschen zu sensibilisieren.

InFo e.V. hält eine Reihe von Angeboten bereit, um diese Ziele zu verwirklichen. Das Angebotsspektrum umfasst Selbstklärungsseminare für behinderte Menschen, Supervision für behinderte und nichtbehinderte Profis aus der Behindertenhilfe und Behindertenselbsthilfe sowie Sensibilisierungstrainings für Angehörige von Dienstleistungsunternehmen. Mit seinen Angeboten möchte InFo e.V. Einzelpersonen ansprechen, aber auch Gruppen, Organisationen und Unternehmen. Eben alle, für die das Thema "Behinderung" in der einen oder anderen Weise relevant ist.

Als ich InFo e.V. kennen lernte, war mein erster Eindruck, dass es sich um ein sehr ehrgeiziges Projekt handelt. Schon bald merkte ich jedoch, dass dieser Ehrgeiz ankommt in Berlin. Und nun, da ich die Verwaltung für InFo e.V. übernommen habe, sehe ich es an den Rechnungen und Kontoauszügen auch schwarz auf weiß: allein in der kurzen Zeit meiner Tätigkeit für den Verein gab es vielfältige Aufträge an Supervision und Fortbildung. Zu den Auftraggebern in diesen zwei Monaten zählten eine Praxisgemeinschaft für Ergotherapie, zwei Anbieter von Persönlicher Assistenz und mehrere Träger sozialpädagogischer Einzelfallhilfen, aber auch ein Pflegeheim, Schulstationen und eine Versicherungsgesellschaft.

Natürlich hoffe ich, dass diese Vielfalt an Aufträgen trotz Zeiten knapper Kassen anhält und ich in meinem neuen Ehrenamt stets reichlich mit Rechnungen und dem Verbuchen von Zahlungseingängen zu tun haben werde. Denn unter dem Dach von InFo e.V. verbinden sich, wie ich finde, Erfahrungen aus der emanzipatorischen Behindertenbewegung in einzigartiger Weise mit neuen und neuesten Erkenntnissen aus Kommunikationspsychologie, Pflegewissenschaften, Pädagogik und Supervision.

Aber verschafft Euch doch selbst einen Eindruck von InFo e.V. Klickt doch einfach mal auf die Webseiten des Vereins. Und falls Ihr weitergehende Fragen habt, wendet Euch per Telefon an Diplom-Supervisorin Jutta Rütter, die die Geschäftsstelle des Vereins leitet. Jutta Rütter hat sicher ein offenes Ohr für Euch.

Ein langes Wochenende geht zu Ende

April 17, 2006

Der Ostermontag neigt sich konsequent seinem Ende zu. Ein langes Wochenende mit meinem Lieblings-Internetradio geht zu Ende. Ohrfunk hatte einige ganz dicke Eier versteckt über das Wochenende: Eine Folkrocksendung mit Bianca Hess, die neueste Ausgabe einer schon seit Jahren auf Radio Unerhört aus Marburg etablierten Sendung mit Jens Bertrams namens "Candlelight", die lange Nacht des Claus, um nur drei dieser erstklassigen Ostereier zu nennen.

Höhepunkt war aber sicherlich die interaktive Radioparty am Samstag mit zwei Quizzteams. Die Quizzteams waren zusammengestellt aus Hörern, die über Telefon vernetzt im Irrenhaus, einem Hamburger Chatsysystem, und über Internetradio gegen einander spielten.

Gerade laufen die amerikanischen Top 100 vom 16. April 1966, sorgfältig zusammengesucht und moderiert von Jürgen Beer. Und diese beschließen das ereignisreiche Wochenden auf Ohrfunk.

Die Top 100 vom wievielten April welchen Jahres? Na, das dachte ich auch. Aber selbst ich, der vor 40 Jahren noch ganz locker überhaupt nicht auf dieser Welt war, profitiere hin und wieder von einem Wiedererkennungseffekt. Gerade laufen z.B. die Mamas & Papas mit "California Dreaming".

Auf die Wiederkehr eines solch bunten Feuerwerks an originellen Sendeideen müssen wir sicherlich eine Weile warten. Aber in der Zwischenzeit wird Ohrfunk ganz bestimmt nicht langweilig. Dafür gibt es einfach zu viele engagierte Radiomacher/-innen auf diesem Sender.

Neugierig? Dann klickt doch einfach mal rein: www.ohrfunk.de. Von Montag bis Freitag gibt es moderiertes Programm von 19.00 bis 23.00 Uhr. Und am Wochenende geht es samstags schon um 13.00 Uhr, sonntags bereits um 11.00 Uhr los. Die interaktive Radioparty, genannt "Ballroom" gibt es übrigens jeden samstag Abend ab 20.00 Uhr

Woher die Ahnen kommen

April 12, 2006

Heute möchte ich über eine Einrichtung und ihren Entstehungshintergrund berichten, die ich während meines Schüleraustausches in den Vereinigten Staaten von Amerika 1991/92 kennen gelernt habe. Ich lebte damals bei einer Familie in der Nähe von Salt Lake City, der Stadt, die 2002 Austragungsort der olympischen Winterspiele war.

Salt Lake City liegt im Bundesstaat Utah, einer Region in den USA, die hauptsächlich von Mormonen, oder korrekter: von Angehörigen der Kirche Jesus Christi der Heiligen der letzten Tage, bewohnt wird. 'Aha!', wird die geneigte Leserin oder der geneigte Leser jetzt vielleicht denken, 'kein Alkohol, aber Vielweiberei.' Nun, dass mit dem Alkohol stimmt. Mormonen trinken tatsächlich keinen. Und sie rauchen auch nicht. Ja, nicht einmal Kaffee und Schwarztee nehmen sie zu sich. Aber das mit der Vielweiberei ist so schon lange nicht mehr richtig. Diese wurde den Mormonen durch ihren kirchlichen Führer schon Ende des 19. Jahrhunderts verboten.

Ein wichtiger Glaubenssatz der Mormonen besagt, dass sich jeder je auf Erden gelebter Mensch frei entscheiden können muss, ob er sich in ihrem Sinne bekehren lassen will oder nicht. Nun sind die Heiligen der letzten Tage jedoch eine vergleichsweise junge Religionsgemeinschaft. Die Kirche formierte sich erst um 1830. Bis dahin hatten schon viele Menschen gelebt, ohne je die Chance gehabt zu haben, Mormone zu werden.

Aber dies ist für die Mormonen ein lösbares Problem. Die Mormonen glauben, dass sich Verstorbene auch nach ihrem Tod noch zu Heiligen der letzten Tage bekehren lassen können. Sie gehen davon aus, dass die Verstorbenen in einer Art Geisterwelt auf das jüngste Gericht warten. Und in dieser Geisterwelt seien inzwischen auch ihre Missionare aktiv, also verstorbene Mormonen.

Einen Haken hat die Sache dann aber doch. Ein Verstorbener, der zum Glauben der Mormonen übertritt, muss auf der Erde durch einen jetzt lebenden Gläubigen, der den Namen des Verstorbenen kennt, stellvertretend getauft werden.

Nun sind die Heiligen der Letzten Tage natürlich sehr daran interessiert, möglichst allen je gelebten Menschen die Möglichkeit zum Übertritt zu ihrem Glauben zu geben. Jede Familie sucht deshalb akribisch nach Vorfahren, die dann prophylaktisch durch ein heute lebendes Familienmitglied stellvertretend getauft wird, stets in der Hoffnung, der Ahne sei inzwischen in der Geisterwelt zur Aufnahme in die Kirche bereit.

Um all die Vorfahren zu finden, die da in der Geisterwelt, so wie sie sich die Mormonen vorstellen, existieren, müssen aktive Mitglieder der Kirche Jesus Christi genaue Ahnenforschung betreiben. Zu diesem Zwecke haben sie in Salt Lake City ein Ahnenforschungszentrum etabliert, das einmalig ist auf unserer Erde.

Ich habe das Zentrum während meines Schüleraustausches kennen gelernt und dort viele Stunden für meine Gastfamilie und für deren Freunde mit deutscher Abstammung verbracht, um anhand von Mikrofiche-Kopien alter ostptreußischer oder pommerscher Kirchenbücher nach Ahnen zu suchen.

Das Ahnenforschungszentrum steht aber nicht nur gläubigen Mormonen offen, sondern selbstverständlich allen an Ahnenforschung interessierten Menschen. Besuchen Sie es einmal – entweder ganz real in Salt Lake City in Utah oder auf der Homepage des Zentrums. Viel Erfolg bei Ihren Recherchen!

Aus dem Netz auf die Ohren!

April 11, 2006

Beim Stöbern durch die Kobinet-Nachrichten stieß ich im Oktober 2005 auf einen Artikel, in dem über ein Interview von Jens Bertrams auf Milina-Radio, einem Internetradio von Menschen mit Behinderungen, berichtet wurde. Zu meiner Freude kannte meine von Apple kreierte eierlegende Wollmilchsau in Sachen Musikabspielen, also das iTunes-Programm, die Wiedergabe von Internetradios bereits. Und so wurde der Artikel der Kobinet-Nachrichten zum Startschuss für meine Reise in die Welt der Internetradios.

Nachdem ich enthusiastisch verschiedene Adressen ausprobiert hatte, stellte ich bald ernüchtert fest, dass es nur wenige Sender im Internet gibt, die neben einem nicht enden wollenden Strom von Musik redaktionelle Beiträge bringen. Und nur sehr wenige, die auch Fragen zu körperlichen oder Sinnes-Behinderungen thematisieren.

In dieser Hinsicht war Milina-Radio einzigartig. Die Zukunft von Milina-Radio ist ungewiss, zurzeit wird nicht gesendet.

Dafür gibt es seit Januar einen neuen deutschsprachigen Sender, der auf geniale Weise allgemeine aktuelle Themen und politische Beiträge rund um das gesellschaftliche Phänomen "Behinderung" mit gut gemachten Musikbeiträgen und spezialisierte Musiksendungen kombiniert. Es ist dies der Ohrfunk.

Ja, Ohrfunk könnte zu einem neuen aufgeklärten Lifestyle werden. Und ich gestehe: Ich bin Ohrfunk und seinem ModeratorInnen-Team bereits verfallen!

Matthias – ein schwaches Stimmchen für den Mac.

April 11, 2006

Seit letztem Herbst nutze ich ein iBook von Apple für die tägliche Arbeit. Nach kurzer Zeit habe ich dann entdeckt, dass das neue Betriebssystem für den Mac, das Mac OS X Tiger, einen Screenreader enthält. Und zwar richtig tief eingelassen ins System. Ich staunte nicht schlecht. Der Screenreader ist Teil des Voiceover-Programms, eine Benutzeroberfläche für Menschen mit Sehbehinderungen und für blinde Menschen. Mit VoiceOver ist der Mac ganz über die Tastatur steuerbar und je nach Wunsch wird das, was auf dem Bildschirm geschieht, stark vergrößert dargestellt oder akkustisch beschrieben.

Nun, der Linux-Desktop von SuSE kommt seit Version 7.0 mit dem Screenreader Blinux daher. Dieser beherrscht Sprachausgabe und unterstützt die gängigsten Braille-Zeilen. Aber PCs mit Linux sind immer noch Exoten und für den Laien oft nicht so einfach zu bedienen.

Für den Quasi-Standard der PC-Welt, also für Rechner mit Windows, gibt es bisher standardmäßig nur eine Vergrößerungshilfe für sehbehinderte Menschen. Blinde dagegen müssen für ihren Windows-PC teure Software anschaffen, um Braille-Zeilen zu betreiben und Sprachausgabe zu ermöglichen.

Da ist es schon bemerkenswert, dass nun der zweite etablierte Anbieter eines kommerziellen Betriebssystems nicht nur auf die Belange sehbehinderter Menschen eingeht, sondern auch blinde Menschen mit den Annehmlichkeiten seines Systems vertraut machen will. So scheint es jedenfalls.

Denn nach einem ersten Ausprobieren von VoiceOver stellte ich fest, dass dieser Screenreader nur einige wenige von Apple entwickelte Programme beherrscht. Dazu gehören das mitgelieferte Mail-Programm und der Internetbrowser des Macs. In den meisten Anwendungen bleibt VoiceOver stumm. So kann ein blinder Mensch noch nicht einmal das komfortable iTunes, die von Apple selbst stammende eierlegende Wollmilchsau unter den Musikabspiel-Programmen, bedienen. Ganz zu schweigen von Office-Anwendungen wie dem freien NeoOffice.

So ist der Sreenreader von Apple natürlich nur ein schwaches Stimmchen für den Mac. Hinzu kommt, dass VoiceOver nur englisch spricht. Dies finde ich einfach nur unverständlich, wird das Betriebssystem an sich doch in allen möglichen Sprachen ausgeliefert. Und damit wollte ich mich auch nicht zufrieden geben.

Nach einigen Recherchen im Internet, stieß ich auf die Firma Cepstral. Sie bietet zu vergleichsweise günstigen Preisen Stimmen in vielen Sprachen für den Screenreader von Apple an. Jeweils eine weibliche und eine männliche. Bevor man die Stimmen kauft, kann man sie schon einmal probeweise runterladen und testen.

Meine blinde Freundin entschied sich für Matthias, den männlichen Vertreter der deutschen Cepstral-Stimmen. Nachdem ich mit einem Mitarbeiter von Cepstral via Mail geklärt hatte, dass ich auch überweisen kann, und nicht wie auf der Homepage angegeben, eine Kreditkarte zücken muss, spricht mein Mac meiner Freundin und mir nun gelegentlich Webseiten und Emails auf Deutsch mit hartnäckigem schwedischen Einschlag vor. Immerhin!

Hallo Welt!

April 10, 2006

So, jetzt bin ich also auch dabei. Glaubt man der Wikipedia-Enzyklopädie, dann bin ich wohl sieben Jahre zu spät dran. Denn das Bloggen, so Wikipedia, boome schon seit 1999.

Damals hatte ich noch nicht einmal meine erste Homepage in Angriff genommen. Und nachdem ich mich ab 2001 zwei Jahre lang mit einfachen HTML-Strukturen herum geschlagen habe, aber immer wieder ernüchtert wurde durch das nur mäßige Erscheinungsbild meiner Homepage und durch die eigentlich banale Erkenntnis, dass Webseitenprogrammierung allein noch keine interessanten Inhalte hervorzaubert, hatte ich meine Präsenz im Web zunächst wieder eingestellt.

Das Bloggen als Art des Publizierens im weltweiten Gewebe kenne ich erst seit etwa einem Jahr. Und ich denke, inzwischen habe ich mir genügend andere Blogs angeschaut und die nötige Lust entwickelt, um ab heute mit einem eigenen Blog aktiv mitzumischen. Nun denn, schauen wir mal, ob dieser zweite Anlauf ins Web erfolgreicher ist.

Euch und Ihnen viel Spaß mit meinem Blog!